Vegan Package Swap

Dienstag, März 03, 2015

Ein kleines Paket liegt vor mir auf dem Tisch. Patrycja aus Polen hat es mir geschickt. Ich kenne Patrycja nicht. Nun, das stimmt nicht ganz: Ich kenne mittlerweile ihre Adresse und ihren vollen Namen, ich weiß, dass sie sich vegan ernährt, oder sich zumindest für vegane Ernährung interessiert und mir ist auch bekannt, dass sie sich ganz besonders über süße Köstlichkeiten freut.

Patrycja ist im Februar mein „swap partner“. Wir kommunizieren über die Plattform allaboutveganfood.com und nehmen gemeinsam am Vegan Package Swap teil. Und vielleicht sitzt Patrycja auch gerade zur selben Zeit in der Küche und öffnet das Päckchen, das ihr geschickt habe.

Mein VPS-Paket von Patrycja

Der Vegan Package Swap ist nicht ganz neu. Die Zeit, in der er fleißig durch die Blogs gehuscht ist, ist wohl auch schon vorbei. Auch ich habe über andere Blogs von diesem Projekt erfahren und circa vor einem Jahr mein erstes Päckchen verschickt. Darauf folgten viele weitere, nach Polen, Irland, England, Finnland, in die Niederlande und auch nach Deutschland. Und in gleichem Maße habe ich Päckchen zurück erhalten – mit kleinen süßen und salzigen Leckerbissen, manchmal Altbekanntem, aber auch mit viel Neuentdecktem.

Voraussetzung der Teilnahme am fröhlichen veganen Pakete-Tauschen ist die Anmeldung auf allaboutveganfood.com. Ist man erst einmal registriert, gibt es am Anfang jeden Monats ein Zeitfenster, indem man sich für den aktuellen „swap“ anmelden kann. Regulär ist das zwischen dem dritten und fünften jeden Monats. Seit September 2014 muss man eine Teilnahmegebühr von € 2,99 entrichten. Dies geschieht im Zuge der Anmeldung für den monatlichen Swap und kann ganz einfach über PayPal entrichtet werden.

Wenige Tage später, am 7. des Monats, erhalten die Teilnehmer eine Benachrichtigung mit den Daten des Tauschpartners. Daraufhin wird Kontakt aufgenommen und man klärt ab, worauf sich der jeweils andere freuen würde und was gar nicht geht. Es empfiehlt sich Hinweise auf Allergien schon im Profil anzugeben.

Und dann heißt es einkaufen gehen oder auch den eigenen Vorrat durchstöbern, um ein hübsches Paket zusammenzustellen. Der Wert des Pakets sollte bei € 12,- liegen, damit man auch sicher gehen kann, dass der Pakettausch ausgewogen ist. Vegan Package Swap trägt es schon im Namen: Alle Produkte des Pakets müssen vegan sein!
Der Versand wird übrigens nicht in diese € 12,- eingerechnet. Das wird besonders interessant, wenn es darum geht, festzulegen, woher euer Tauschpartner kommen soll.
Diese Auswahl trefft ihr schon bei der Registrierung, ihr könnt es aber später noch über euer Profil ändern. Ich erhalte und versende meine Pakete innerhalb Europas, spannender, aber auch teurer wird es mit der Option „worldwide“.

Bisher habe ich mich immer über den Inhalt der Pakete gefreut. Natürlich, manchmal waren auch Sachen dabei, die mir nicht geschmeckt haben, und wenn ich Glück hatte, dann hat mein Freund sie gemocht. Schließlich geht es ja darum, neue Dinge auszuprobieren. Hat man schon öfter ein Paket aus einem bestimmten Land bekommen, kann man sich auch etwas wünschen, das besonders gut geschmeckt hat. Oder man lernt, darauf hinzuweisen, dass Salzlakritz nicht so sehr erwünscht ist.

Beim Versand gab es hin und wieder Probleme, mein allererstes Paket habe ich zum Beispiel nie erhalten. Ich gehe nicht davon aus, dass meine Tauschpartnerin mit Absicht kein Paket verschickt hat*, denn auch später war es einmal nur mit einem Trackingcode möglich mein Paket am anderen Ende der Stadt aufzuspüren. 

Seither verlasse ich mich nicht mehr auf die Darstellung meiner Adresse in den Swap Details und gebe ganz genau an, wie die Adressierung aussehen sollte, damit die österreichische Post nicht wieder rumzickt und meine Pakete verlegt. 

Für weitere € 4,99 erhält man übrigens ein Upgrade zum Super Swapper und kann seinen Swap Partner selbst aussuchen. Auch die Pakete sind dann versichert und man erhält die Chance auf exklusive Give-aways. 

Ich ernähre mich nicht vegan, finde das Konzept aber sehr interessant und probiere gerne Neues in dieser Richtung aus. Der Vegan Package Swap bietet die Möglichkeit, neue Dinge zu entdecken und nette Menschen kennenzulernen. Und: ich LIEBE es Post zu erhalten.

Der Inhalt meines Pakets von Patrycja sieht übrigens so aus:



*In der Vergangenheit muss es aber auch schon betrügerische Absichten mancher Tauschpartner gegeben haben, denn seit September 2014 gibt es die Gebühr von € 2,99, um künftigen Betrug zu unterbinden. Dafür wurde der Wert des Paketinhalts von 15 auf 12 Euro reduziert. Man gibt also exklusive der Versandgebühren weiterhin 15 Euro aus, erhält aber etwas weniger Inhalt dafür.


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3 Gedanken zu diesem Thema

  1. Hört sich nach einem interessanten Konzept an. War für mich bisher ganz neu.
    Und neu sind wohl auch oftmals dann auch die Produkte aus der ganzen Welt / Europa :)

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  2. Intressantes Konzept :) Schade dass der Versand so teuer ist - weltweit wäre wirklich sehr intressant, aber ich befürchte da wird der Versand oft mehr kosten als der inhalt ;)
    Ich bin ja Päckchen faul - ich hab noch nie ein Packet aufgegeben, ich bestell nur Dinge im Internet die ich mit großer Wahrschienlichkeit nicht zurückschicken muss ;)

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  3. Das klingt wirklich super spannend :)

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Danke für deine Worte : )
Ein nettes Wort, ein lieber Gruß, positive wie negative (konstruktive) Kritik - ich freu mich!

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