[Julia macht einen Entlastungstag] Kartoffeltag

Freitag, April 04, 2014

1 kg Kartoffeln. Ich stehe davor und denke mir nur, "Was hab ich mir da nur wieder vorgenommen??" Ganz genau gesagt: Ich habe mir einen Kartoffeltag vorgenommen. Dieser Entlastungstag soll meinem Körper helfen wieder zu einem Gleichgewicht zurückzufinden. Eventuelle Ernährungssünden der Vortage sollen ausgeglichen werden und mein gesamtes Verdauungssystem bekommt Zeit sich ein wenig zu erholen.
Ein Entlastungstag ist dabei wirklich nur ein Tag innerhalb einer oder zwei Wochen - gerne auch in größeren Abständen. Hier soll keine Diät propagiert werden, denn mit einer Ernährung, die dauerhaft unter eurem Grundumsatz liegt, schadet ihr eurem Körper mehr, als ihr ihm Gutes tut. 
Mehr dazu findet ihr in meinem Hauptpost Julia macht einen Entlastungstag.

Aller Anfang ist ... ungewöhnlich?

Los geht's gleich mit dem Frühstück. 300 g Kartoffeln, geschält, gekocht udn klein geschnitten, liegen dampfend vor mir auf dem Teller. Mit dem frischen Schnittlauch und der Petersilie sieht es ganz nett aus, zum Frühstück aber auch ein bisschen Hardcore.

Zumindest fühle ich mich nach dieser Labung satt und mehr oder minder zufrieden. Der Hunger, der sich nach etwa drei Stunden einschleicht, lässt sich vom Gedanken an 400 g, fast ein halbes Kilo (!) Kartoffeln zum Mittagessen leicht einschüchtern.

Nach vier Stunden Pause ist es Zeit für's Mittagessen. Die 400 g habe ich auch 350 g reduziert, angesichts der Menge. Dampfend, zerstampft und mit frischen Kräutern und einer Blütengewürzmischung garniert, lachen sie mich an. Ich lache nicht zurück.

Ich nehme mir Zeit, kaue gründlich und freue mich, dass mein Küchenschrank so gut mit Kräutern bestückt ist. Der Gedanke an frische Butter, etwas Salz und glasierten Karotten schwebt mir durch den Kopf. Aber eigentlich geht es auch so. 
Um nicht vor dem Abendessen wieder Hunger zu bekommen, lasse ich mir Zeit die gesamte Portion zu bewältigen.

Ich esse gerne Kartoffeln, aber mich drei Mal am Tag ausschließlich davon zu ernähren, lässt mich ein wenig aufseufzen. Spätestens als die Portion für's Abendessen auf mich wartet. Diese habe ich unwillkürlich bis 7:30 Uhr hinausgezögert. Die Zeit war für all die Erledigungen und Aufgaben fast zu kurz und da der Hunger auch jetzt noch sehr dezent ist, ist es mir bisher nicht aufgefallen. 
Wieder sind es 350 g Kartoffeln, die mir bei ihrem Anblick dann doch Hunger machen. Ich liege noch weit unter meinem täglichen Kalorienziel und brauche diese Mahlzeit. Mein Freund grinst mich über seinen Gemüsewrap hin an. Wie eine Märtyrerin schaufle ich mir eine Gabel Kartoffelstampf in den Mund. Ich mag Kartoffeln. Ehrlich. Aber die nächsten Tage brauche ich sie dann doch nicht.

Fazit

Okay, so schlimm war der Tag dann doch nicht. ;)  Trotz einem Kilo Kartoffeln fühle ich mich an diesem Tag und auch am nächsten, etwas leichter, nicht so angefüllt. Und das, ohne den Tag über an bösen Heißhungerattacken zu leiden. 

Zum Frühstück sind sie sehr gewöhnungsbedürftig und irgendwann im Laufe des Tages möchte ich auch mal etwas anderes schmecken. Und obwohl ich mir sicher bin, wieder einmal einen Kartoffeltag einzulegen, werde ich dann die Kartoffeln auf 700 - 800 g reduzieren und gedünstetes Gemüse mit einbauen. 

Bei einem empfindlichen Magen ist ein basischer Kartoffeltag sicher empfehlenswert.

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4 Gedanken zu diesem Thema

  1. Klingt nicht gerade lecker. Kartoffeln ohne Butter? Bäh.
    Da st ein Tag schon zu lang :P

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  2. Kartoffeln sind sehr lecker. Aber für mich kommt es da stark auf die Sorte an. Von manchen kann ich nicht mal eine essen, bei anderen schnell n halbes Kilo

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  3. Von einem Kartoffeltag habe ich ja noch nie gehört. Vielleicht wäre das auch was für mich. Ich mag Kartoffeln nämlich sehr gerne. Allerdings nur festkochende Sorten. Wenn die so mehling sind, ist das nicht so meins. Ausserdem ess ich sie ganz gern kalt (also schon gekocht, aber dann abgekühlt). Was für eine Sorte hast du genommen?
    Falls du's nochmal machst, könntest du auch verschiedene Zubereitungsformen ausprobieren: Mal zerdrückt als Kartoffelpüree, mal im Ofen gebacken als Ofenkartoffeln (oder selbstgemachte Chips), oder als Rösti in der Pfanne. Aber deine Idee, sie mit Gemüse zu kombinieren, gefällt mir auch! Das ist sicherlich abwechslungsreicher.
    Ach, und Haferflockentag wäre ja auch noch eine Idee, fällt mir grad ein. Irgendwie bin ich grad voll inspiriert von deinem Kartoffeltag. :D

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  4. Ich habe das schonmal mit Reis gemacht, nur sättigt mich Reis nie lange. Ergo hatte ich den gaaaanzen Tag hunger :-(
    Vielleicht probiere ich das mal mit Kartoffeln...hast du irgendeienen Effekt gespürt? Entschlackt? Leichter?

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Danke für deine Worte : )
Ein nettes Wort, ein lieber Gruß, positive wie negative (konstruktive) Kritik - ich freu mich!

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