Und dann bin ich halt alleine...

Donnerstag, September 26, 2013

Was sich nach einer sehr deprimierenden Überschrift anhört, ist eigentlich gar nicht so schlimm. Es geht um eine Lapalie, die aber wiederum dazu geführt hat, dass ich ein ganz neues Lauferlebnis hatte.
Denn... ich war mit meinem Freund laufen.

Beim letzten Mal hatte er sich noch geärgert, dass ich die Kopfhörer eingesteckt hatte, um im Falle des Falles mein Hörbuch einschalten zu können. Ich weiß ja, dass er besser drauf ist als ich. Wir waren dann aber immer im etwa selben Tempo unterwegs und so ging ich auch gestern davon aus, dass wir uns schon aneinander anpassen würden.

Gestern sah es dann ungefähr so aus:

Ein wenig verwackelt - ich musste ja Tempo machen ;)

Irgendwann war ich also ganz für mich alleine unterwegs. Ein wenig geärgert habe ich mich schon, so ganz ohne Hörbuch und ohne die Möglichkeit einen Zombierun zu machen. Das ganze mit Lautsprecher zu versuchen war mir dann auch zu doof - hin und wieder kommt einem doch jemand entgegen. Ich will ja keine alten Leute erschrecken.

Aber, ich habe mein Tempo gehalten, bin stetig weiter gelaufen. Statt Musik hörte ich nur das Knirschen der Kiesel unter meinen Schuhen und meinen Atem. Ohne die Ablenkung war es mitunter sicher schwieriger einfach weiterzulaufen, aber irgendwann bekam es etwas Meditatives für mich. Wäre Laufen nicht ursprünglich so gedacht gewesen? Einfach mal die Gedanken loslassen? Bisher habe ich sie ja meist verdrängt und mit anderen Geschichten, Worten und Melodien ersetzt.

Wenn's wirklich anstrengend wurde, habe ich mir immer wieder Mut und Kraft zugeredet. Man glaubt nicht, wie sehr ich durchbeißen kann, wenn ich meinem Freund beweisen will, dass ich nicht aufgebe.
Und ich habe auch ganz oft an Saskia und Steffi gedacht, die mich eigentlich erst zum Laufen brachten. Auch an Jessy und Bella, Team Rot im 6-weeks-body-boost, dem ich viele Sportpunkte bescheren will. Und auch an alle anderen, die mich stets mit ihren Kommentaren motivieren und mich gestern weiterlaufen haben lassen.

Nach Kilometer 4 habe ich meinen Freund übrigens eingeholt, ab Kilometer 5 war er so weit zurückgefallen, dass ich ihn nicht mehr sehen konnte. Es war kein besonders schneller lauf, wohl auch weil ich zu Beginn immer wieder zu schnell und dann wieder langsamer gelaufen bin. Aber immerhin 6,4 km. Und ich hätte weiterlaufen können. Aber dann musste ich doch noch meinen Freund einsammeln, schließlich hatten wir nur einen Haustürschlüssel dabei.

Und jetzt werde ich mal Zombies, run! mit Verfolgungsjagd testen. Das düstere Wetter bietet sich dafür an.
Ein Zwischenfazit zur App folgt übrigens.

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1 Gedanken zu diesem Thema

  1. Ich laufe auch gelegentlich mit meinem Freund. Aber der hält sich meist an mein Schneckentempo. Zu Anfang wollte ich immer etwas mehr Tempo machen mit ihm - das war aber meist ein Fehler (Muss immer noch ziemlich gegen Seitenstiche arbeiten :-/).

    Und weiterhin Daumen hoch für alles, was du schon erreicht hast und noch erreichen wirst!

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Danke für deine Worte : )
Ein nettes Wort, ein lieber Gruß, positive wie negative (konstruktive) Kritik - ich freu mich!

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