Ernährung - Abnehmen - Vegan for Fit

Mittwoch, Juni 19, 2013

Der Körper wird straffer, doch die Waage steht. So geht es mir nun schon seit zwei Wochen und es ist wohl an der Zeit meine Ernährung (wieder) zu überdenken.
Anfangs des Jahres habe ich mich ja noch stark daran gehalten, keinen weißen Zucker, kein Weißmehl, kein Schweinefleisch und keine Kuhmilchprodukte zu essen. Die ersten Erfolge hatte ich schon im Sommer letzten Jahres verzeichnen können - zwar nur eine kleine Abnahme, dafür aber keinen Blähbauch mehr, schönere Haut und mehr Energie.

Dann bin ich leider ins Straucheln gekommen, schon letztes Jahr, aber noch viel mehr dieses Jahr. Schweinefleisch war weiterhin kein Problem - ich esse so schon sehr selten Fleisch und besonders Schweinefleisch schmeckt mir gar nicht mehr. Wurst und Schinken hatte ich mir schon so abgewöhnt, dass auch der Gusto danach verschwunden blieb. Außerdem... will ich wirklich essen, was vom Tier in eine Wurst kommt?
Dem Weißmehl fernzubleiben ging auch noch gut - Vollkornprodukte und das Ausweichen auf Quinoa und Hirse waren mittlerweile schon so verankert, das mein Alltag tadellos damit funktionierte. Mein Brotkonsum ist mittlerweile sehr eingeschränkt, da ich es mitunter schwer finde, richtiges Vollkornbrot  ohne Zucker zu finden - immer selber machen ist mir zu mühsam. Vor allem beim Auswärtsessen geschieht es, dass doch einmal Weißmehl in meiner Mahlzeit enthalten ist.

Doch - und jetzt kommt's - Zucker und Kuhmilch haben mich wieder im Griff. Ein Eis, wenn's so heiß ist, ein Stück Kuchen von der Schwiegermama, Bio-Limo mit weniger Zucker, aber doch Zucker, und Milch, Sauerrahm, Joghurt, Topfen, Käse...
Lang habe ich mir mit Ziegen- und Schafmilchprodukten geholfen, die zwar etwa beim Käse und Joghurt einen guten Ersatz bieten, aber Topfen oder Sauerrahm ist mir in dieser Art noch nicht begegnet. Milch war schon leichter zu ersetzen, Hafer-, Dinkel- und Sojamilch haben mich fast über alles gerettet. Doch wenn man eh Sauerrahm und Frischkäse und Sahne aus Kuhmilch verwendet, kann man ja gleich normale Milch trinken... oder? Und schon hat sich der Schlendrian eingeschlichen.

Durch den regelmäßigen Sport hat sich zwar meine Haltung und auch meine Figur verbessert und ich habe auch das Gefühl meine Haut ist besser geworden, doch genauso einseitig wie meine Ernährungsumstellung ohne ausreichen Bewegung, so unausgeglichen ist meine neue Bewegungslust ohne die richtige Ernährung.

Zeit, etwas zu ändern.

In meiner noch "braveren Essphase" habe ich mir das Buch "Vegan for Fit" von Attila Hildmann zugelegt. Ich war auf der Suche nach neuen Gerichten, die zu meiner Ernährung passten, und das Thema "Vegan" hatte mich angelächelt. Nachdem ich schon auf anderen Blogs von dem Buch gelesen hatte, beschloss ich Herrn Hildmann eine Chance zu geben. Leider hatte ich nicht die Zeit dazu, mich zu der Zeit intensiver damit zu beschäftigen - und so habe ich es anfangs nur gerne durchgeblättert und die Bilder angeschaut - denn Bilder hat das Buch viele zu bieten...

Das Gefühl einer nötigen Veränderung hat mich dazu verleitet, das Buch erneut zur Hand zu nehmen.
Mein zweiter Eindruck: Leckere Rezepte, ein recht einfaches Konzept (Gerichte werden in Stufe 1 und Stufe 2 aufgeteilt, wobei Stufe 1 bis 16 Uhr und Stufe 2 bis 19 Uhr gegessen werden darf), Bewegungstipps und ein nettes Beiheft mit Erfolgsstories. Doch der Eindruck, der beim ersten Durchblättern schon entstanden war, erhärtete sich: sehr, sehr viel Nussmus. Und wie mir ein Blick auf Amazon-Rezensionen bestätigte - und zwar die paar, die keine vier oder fünf Sterne gegeben haben - ist das auch schon vielen anderen aufgefallen.
Von ca. 60 Rezepten (ohne die Shakes) enthalten etwas mehr als 50 verschiedene Nussmuse. Ein genauerer Blick ergab sogar, dass fast alle Rezepte Agavendicksaft in teils winzigen, teils doch sehr großen Mengen enthalten. Überhaupt erscheinen mir die Gerichte beim genaueren Hinsehen als sehr einseitig, viel zu fett und - beachtet man die übermäßigen Mengen an Nussmus - unglaublich teuer.

Also doch kein "Vegan for Fit"?
Das Buch schaut ja sehr schön aus, die Bilder sind toll, wenn auch sehr zahlreich - gerade vom Autor hätten ein paar weniger dabei sein können - und die Idee eine Ernährungsumstellung zur Abnahme mit dem Verzicht auf tierische Produkte zu verbinden ist ja sehr löblich.
Also denke ich mir, gebe ich der 30-Tage-Challenge eine Chance. Ein Ansporn ist es sicher und wer weiß wie viel ich mir diesmal davon behalte.
Andererseits werde ich mir die Freiheit nehmen einige der Rezepte abzuwandeln. Auf Bauchschmerzen oder geschmacklich misslungene Gerichte - wie in manchen Rezensionen berichtet wird - habe ich nämlich keine Lust. Auch finde ich, dass eine zu einseitige Ernährung schädlich ist und vor allem mit der Zeit langweilig wird.

Daher: ein halbes Ja für "Vegan for Fit" und eine Julia, die das jetzt mal ausprobieren wird. ; )



You Might Also Like

0 Gedanken zu diesem Thema

Danke für deine Worte : )
Ein nettes Wort, ein lieber Gruß, positive wie negative (konstruktive) Kritik - ich freu mich!

Follower

Subscribe