Kleine Schritte

Sonntag, Januar 13, 2013

Manchmal sind es die kleinen Schritte, die uns ans Ziel bringen.

Weihnachten habe ich als schön, aber auch ganz schön anstregend empfunden. Mich selbst zu lieben, gerade im Umfeld meiner kritischen Familie, war gar nicht so einfach, und ohne meinen Partner wäre ich manchmal sogar ein wenig verzweifelt. Nicht allein über mich, aber über all die Dinge, die eben so anfallen, in einer so intensiven Zeit mit der Familie.

Ob der "Deal" mit meiner Mutter klug war, sei dahin gestellt. Zumindest ist es ein zusätzlicher Ansporn. Der Pyjama, den ich zu Weihnachten bekommen habe, sitzt doch sehr eng. Mama kauft noch in meiner alten Größe. Der Deal: Wenn ich das nächste Mal zu Besuch bin, habe ich soweit abgenommen, dass mir der Pyjama passt.

Vielleicht setzt es mich noch mehr unter Druck. Vielleicht hilft es mir. Immerhin ist es ein Pyjama und keine Jeans - da kann man schneller und leichter mal reinpassen ; )

Die kleinen Schritte, die ich seitdem gemacht habe:

  • Meine Ernährung wieder ins Reine bringen:
    Soll heißen, ich versuche wieder soweit es geht auf Kuhmilch, Weißmehl, weißen Zucker und Schweinefleisch zu verzichten. Zu vielen Versuchungen habe ich nachgegeben und das merke ich nicht nur an engeren Hosen, sondern auch daran, dass mir wieder sehr oft übel war und ich wieder verstärkt Bauchschmerzen hatte. Einen "richtigen" Unverträglichkeitstest beim Arzt habe ich noch nicht gemacht, aber ich habe für mich bemerkt, dass es mir besser geht, wenn ich diese Nahrungsmittel weglasse oder zumindest reduziere.
    Dass ich zwischenzeitlich wieder "rückfällig" geworden bin, spricht nicht für mich, aber ich denke ich war in gewissen Dingen zu hart und irgendwann hat sich alles ins extreme Gegenteil gekehrt.
    Positiv kann ich sagen, dass ich die letzten beiden Wochen fast jeden Tag frischen Obstsalat im Kühlschrank hatte und mir dieser sehr gut über den Süßhunger hilft. Auch habe ich plötzlich angefangen, zwischendurch oder auch abends Karotten/Möhren zu knabbern. Anfangs total seltsam für mich. Aber - so doof es auch klingt - mein Körper hat sich dafür entschieden und jetzt freuen wir uns beide dran.
  • Mehr Bewegung in meinen Alltag integrieren:
    Keine glorreichen Taten habe ich hier zu vermerken. Oft lasse ich die Straßenbahn stehen und gehe die paar Haltestellen von der U-Bahn zur Uni zu Fuß und bei der Arbeit macht ich ein paar unauffällige Übungen, wenn ich eh da so rumsteh. Also nicht, dass ihr euch jetzt denkt, ich fang da an Kniebeugen zu machen, aber Popo anspannen, auf den Fußballen wippen oder das Powerhouse aktivieren haben zumindest noch nicht dazu geführt, dass ich schräg angekuckt wurde.
    Heute jedoch, oh wie toll, hab ich erstmals Zumba auf der Wii ausprobiert. Zweimal ein zwanzigminütiges Programm für Anfänger haben mich jetzt zwar nicht unglaublich ausgepowert, aber rotes Köpfchen hab ich schon bekommen. Mit angeboten wird mir auch ein Trainingsplan, der vorsieht, dass ich morgen gleich die nächste Einheit absolviere.
    Zuguterletzt unter diesem Punkt: Meine Hanteln haben auch endlich in die neue Wohnung gefunden und heute hab ich mir ein paar Sportsachen bestellt. 
  • Mich selbst lieben:
    Wirklich geschafft habe ich das natürlich noch nicht. Wie auch bei den anderen Punkten, ist es mehr work-in-progress und learning-by-doing. Für mich festgestellt habe ich nur, dass ich noch so viel an meinem Körper arbeiten kann, wenn ich jetzt nicht zufrieden bin, werde ich es nie sein, und vielleicht hindert mich gerade diese Unzufriedenheit daran, abzunehmen. Ich weiß nicht, ob jetzt große Selbsterkenntnis aus mir spricht oder ich zu viele Ratgeber in diese Richtung gelesen habe - ich glaub's einfach, dass es so ist.
    Neben der typischen Spiegelübung hängen motivierende Notizen in der Wohnung herum. Ich bin auch über meinen Schatten gesprungen und mit meinem Freund ausgegangen, obwohl ich ja "momentan gar nichts Schönes anzuziehen habe, weil ja fast alles zu klein ist" und "ich mich grad überhaupt nicht wohl fühle, weil ich viel zu dick bin". Und tatsächlich musste ich fertig ausstaffiert - ich hab dann doch noch was gefunden - kleinlaut eingestehen, dass ich doch ganz gut aussehe.
    Ich will ja nicht zur Narzisstin avancieren, aber seitdem gönne ich mir bei einem Blick in den Spiegel auch mal ein keckes Zwinkern oder ein freundliches Lächeln dazu gedacht - oder, wenn ich allein bin, gesagt - "schaust eh ganz gut aus". Mal sehen, wohin mich das noch führt ; )
Auf der Waage war ich das letzte Mal im letzten Jahr. Freitag, der Wiegetag, wird also auch für mich eine Überraschung bringen. Ich glaube zwar, dass es nochmal höher ist, als der letzte eingetragene Wert. Aber - sehen wir's als Anlauf nehmen ; )




You Might Also Like

2 Gedanken zu diesem Thema

  1. Ich drück dir ganz fest die Daumen und kann dich gerade nur zu gut verstehen, wie es mit den Versuchungen aussieht. Aber die ersten Schritte bei dir sind wieder gemacht und das ist meist das Schwerste.

    Ganz liebe Grüße
    Gaby ;)

    AntwortenLöschen
  2. Der Spruch stimmt total! Bloß nicht zu viel unter Druck setzen, am besten alles etwas lockerer angehen, dann funktioniert es doch viel einfacher!

    Viel Erfolg! LG, Susi

    AntwortenLöschen

Danke für deine Worte : )
Ein nettes Wort, ein lieber Gruß, positive wie negative (konstruktive) Kritik - ich freu mich!

Follower

Subscribe