Wohnen und Wünschen

Sonntag, August 05, 2012

Die Wohnungsbesichtung am Donnerstag war leider nicht erfolgreich. Zwar vom Schnitt her eine schöne Wohnung, aber relativ dunkel. Und die Aussicht, die kommentieren wir hier erst gar nicht.
Aber schließlich stehen mein Freund und ich ja noch am Beginn unserer Suche und - gut Ding braucht bekanntlich Weile.
Wenn ich daran denke, wie froh ich damals war, als ich mit meinen ehemaligen Mitbewohnerinnen die Wohnung in Wien zur WG-Gründung fand. Und wie tief unsere Standards lagen.
Nun, es hat natürlich auch gereicht, und mein Zimmer war schlussendlich wirklich, wirklich schön (ich trauere immer noch ein bisschen darum), aber jetzt wollen wir den großen Schritt wagen und in eine gemeinsame Wohnung ziehen. Da muss schon was Besseres her.
Vorübergehend wohnen wir ja schon zusammen, wobei ich bei der momentanen Wohnsituation das 'Vorübergehend' betonen will. Wir wohnen nicht schlecht, haben einen schönen, großen Balkon mit toller Aussicht, Gartenmitbenützung mit Pool und Sauna im Keller. Nur Bad und Küche müssen wir uns eben teilen - mit seinen Eltern.

Als ich mich vor einem halben Jahr ins Ausland aufmachte, brach ich meine Zelte in Wien ab und gab mein WG-Zimmer auf. Wir hatten beschlossen, nach meiner Rückkehr sei die Zeit gekommen, um nach über fünf Jahren zusammen zu ziehen.
Mein Held hat sich bisher geweigert das Elternhaus zu verlassen mit der Begründung, dass es pure Geldverschwendung sei. Und tatsächlich hatte er nicht unmerklich recht damit. In seinem Beruf arbeitet er wochenweise bis spät abends, hätte die Werktage allein in einer Wohnung verbracht, die ihn mehr gekostet hätte, als sein Zimmer zu Hause, und am Wochenende wäre die Wohnung meist auch noch leer gestanden, da er oft zu mir nach Wien gefahren ist.

Der Liebe wegen habe ich mich für Niederösterreich entschieden und er darf nun damit beginnen, sich von seinen Eltern loszulösen. Mit bald 30 wäre er ja alt genug.

Momentan (seit Freitag) bin ich auf Sommerfrische bei meinen Eltern. Als Studentin ist mein altes Zimmer ja immer noch mein zweite Heimat. Ganz dorthin zu ziehen würde jedoch nicht viel Sinn machen, schließlich liegen ca. 700 km zwischen Wien und meinem Heimatort. Nicht gerade zum Pendeln geeignet.

Ich versuche im Haushalt zu helfen, nicht auf der Tasche zu liegen und meinen Anteil zu erbringen, aber nach einem relativ unabhängigen und selbstbestimmten Leben in Wien, ist die jetzige Situation schon ein wenig schwierig. Vor allem die Abgeschiedenheit des Hauses bzw. des Ortes und mein nicht vorhandes Auto, bringen einige neue Herausforderungen für mich mit sich.
Auch komme ich zwar sehr gut mit seinen Eltern klar und ich bin ganz und gar in die Familie aufgenommen - schon vor zwei Jahren kam einmal der Vorschlag, ich könnte doch einziehen und somit die Mietkosten in Wien sparen - aber sich von seinen eigenen Eltern loszulösen, um dann an einem anderen Ort Ersatzeltern zu bekommenn, birgt doch besondere Stolperfallen.

Eine neue Wohnung genau nach unserern Vorstellungen habe ich mir schon gewünscht. Mal sehen ob es auch so gut klappt, wie mit dem Parkplatz gestern Abend.

Einen schönen Tag wünsche ich euch noch! =)




sa 
Quelle: http://www.youtube.com/user/IKEAdeutschland
Schon vor Schweden bin ich diesem Möbelhaus verfallen. Bei der Vorstellung einer neuen Wohnung muss ich unweigerlich an den Spaß (und das Leid (?) und die Kosten (!)) einer neuen Einrichtung denken.


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